12 intensive Sommer

Mit dem Alumnicamp futOUR+ 2017 geht das Sommercamp futOUR zu Ende. Wir blicken zurück auf 12 intensive Jahre voller Projekte, Workshops, Bewerbungstrainings, Praktika, Betriebsbesichtigungen und jede Menge Sommer. Über 1.400 Jugendliche haben in den letzten Jahren ihre Schulferien genutzt, um sich auf ihre berufliche Zukunft vorzubereiten. Am 3. August stellten die Berliner Jugendlichen des diesjährigen Alumnicamps futOUR+ Gästen und Eltern im Jugenddorf am Ruppiner See in Gnewikow, Brandenburg ihre Camp-Ergebnisse vor.

KHK – das eigene Modelabel der futOURisten 2017

Fast zwei Wochen lang haben die Alumni für die Outfits ihrer eigenen Modellinie „Kool Hot Kids“ (KHK) geplant, designt, genäht, gebaut und gesprayt. „Wir wissen natürlich, dass ‚cool‘ mit ‚c‘ geschrieben wird. Um den Wiedererkennungswert zu erhöhen und aus gestalterischen Gründen haben wir uns in der Logoentwicklung jedoch für diese Schreibweise entschieden“, begründete eine Mitarbeiterin der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit ihre Namensentscheidung. Von der fiktiven Firma „Lebens(t)raum Design“ erhielten sie den Auftrag eine jugendgerechte Modelinie auf dem Markt zu etablieren, die modern und gleichzeitig nachhaltig produziert ist. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Herstellung von Kleidung und Accessoires, sowie der Präsentation eines Gesamtkonzeptes mit Showroom und einer Plakatserie. Doch bevor sie starteten, mussten sie sich erst mal – wie bei einem richtigen Unternehmen – in einem Assessmentcenter für die Abteilungen Textildesign, Visuelles Marketing und Öffentlichkeitsarbeit bewerben.

„Das ist echt ein tolles Camp! Ich finde es gut, dass die Jugendlichen ein Gefühl für das Bewerben bekommen. Daran kommen sie ja nicht vorbei. Mein Sohn war auch schon im Vorfeld total aufgeregt und es hat echt gedauert, bis er passende Kleidung für das Vorstellungsgespräch im Camp gefunden hat – wir waren einen halben Tag einkaufen. So kenne ich ihn gar nicht“, berichtete die Mutter eines futOURisten.

Für fachlichen Input sorgten ein Besuch der Jugendlichen bei der Modewerkstatt Kinkibox in Berlin und Mitarbeitende der DKB-Bank, die mit den Mädchen und Jungen das Assessmentcenter begleiteten und Bewerbungsgespräche führten.

Abschlusspräsentation im selbstgebauten Showroom

In Form von Videos, einer Pressekonferenz und Performance-Einlagen führten die Jugendlichen durch das Camp und die Arbeit in ihren Abteilungen bevor es zum Highlight des Tages überging: Die Besichtigung des Showrooms mit kreativen Outfits im Upcyclingverfahren und Werbeplakaten einer selbstfotografierten Modestrecke. Für diesen hatten die Jugendlichen Gipstorsi angefertigt und als Modepuppen genutzt. Hängende Kleiderstangen, mit Glitzerfolie verkleidete Wände, coole Musik und ein eigenes Lichtdesign boten die passende Kulisse für ihre Modekreationen. An der selbstgebauten Bar aus Euro-Paletten wurden die Gäste mit Häppchen und Getränken verköstigt.

Ende des Programms nach zwölf Jahren

„Wir hatten über einen sehr langen Zeitraum die Möglichkeit ein Programm umzusetzen, welches durch ein breites Partnernetzwerk getragen und immer weiterentwickelt wurde. Nach 12 Jahren wird es Zeit, nach vorne zu schauen und aus den Learnings neue Programme zu entwickeln“, resümierte Michele Reder, Programmleiterin Sommercamp futOUR in der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung.

Seit 2006 fanden das Sommercamp futOUR und futOUR+ 43 Mal in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein statt.