Was kostet eigentlich das Leben?

Diese Frage und die ganz konkreten beruflichen Vorstellungen und Wünsche der Jugendlichen standen beim zweiten Nachbegleitungstreffen im Mittelpunkt. Bei verschiedenen Aktionen unter dem Motto „Was kostet eigentlich das Leben?“ und wie komme ich zu einer guten Ausbildung warfen die Jugendlichen einen Blick in ihre Zukunft, um ein klareres Bild ihrer Perspektiven und Möglichkeiten zu bekommen.

Gedanken machten sich die Jugendlichen zunächst um die Wichtigkeit von Familie, Freunden, Beruf/ Ausbildung und Zeit für sich. Was steht an erster Stelle, was an zweiter, dritter, vierter? Dabei kamen sie ziemlich ins Grübeln. „Alle Punkte sind mir wichtig!“ stellten die Jugendlichen einstimmig fest. Zu sagen, welche besonders bedeutsam sind, fiel sichtlich schwer und es wurde viel diskutiert. Am Ende kristallisierte sich jedoch heraus, dass vor allem die Familie und die Ausbildung einen hohen Stellenwert einnehmen.

Anhand von Bildern verschafften sich die Jugendlichen einen Überblick über verschiedene Tätigkeiten und Ausbildungsmöglichkeiten. Welche Berufe gibt es zum Beispiel in Banken, in Krankenhäusern oder im Flugzeug und wie sie sind ihre korrekten Bezeichnungen? Am Ende waren die Jugendlichen erstaunt über die Vielzahl der unterschiedlichen Berufszweige.

In einem nächsten Schritt stellten sich die Jugendlichen der Frage nach den Kosten und schätzten wie viel sie im Monat zum Leben brauchen: Genannt wurden Beträge zwischen 1.500 und 5.000 Euro. Für einen realistischeren Blick wurden die anfallenden Kosten in Unterkunft, Verpflegung, Kleidung und Mobilität unterteilt. Das Arbeiten ermöglichte an verschiedenen Stationen einen gezielten Blick. Will ich allein in einer Wohnung leben, besteht die Möglichkeit weiterhin zuhause zu wohnen oder wie ist eigentlich das Leben in einer WG? Und brauche ich wirklich ein Auto oder reicht mir Fahrrad und der Nahverkehr? Am Ende errechneten sie sich ihre realistischen monatlichen Ausgaben, die nun deutlich niedriger lagen als die ersten Schätzungen.

Mit einem Ausbildungsdomino erarbeiteten sich die Jugendlichen zum Abschluss, wie sie bestimmte Berufe, Ausbildungen oder Studiengänge erreichen können, welche Abschlüsse es gibt, was Volkshochschulen, Abendschulen und Fernunis sind und ob auch mit einem mittleren Schulabschluss und einer Ausbildung später noch studiert werden kann. Gemeinsam überlegten wie sie zu ihren Berufswünschen wie Zahnärztin, Schauspieler oder Autoverkäufer gelangen.

Mit einer Stadtrallye durch Lübeck ging der Tag zu Ende. Am 24. Juni treffen sich die Jugendlichen zum letzten Nachbegleitungstermin in Kiel und erfahren dort auch mehr zum Alumnicamp.